Presse

Über “Witches in Exile”

Deutschlandradio, 02. 06. 2022

Deutschlandfunk, Kultur  / Lesart
Donnerstag 2. Juni 10.05 Uhr

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lesart-100.html

WDR 5 

Redezeit, Interview mit Ann-Christine Woehrl, Stigmatisierten Seelen ein Gesicht geben, 21.12.2021

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/audio-stigmatisierten-seelen-ein-gesicht-geben–ann-christine-woehrl-100.html

Deutschlandradio

Deutschlandfunk, Kultur  / Lesart 10.08.2021 I Moderne Hexenverfolgung

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ann-christine-woehrl-witches-in-exile-moderne-100.html

Kulturzeit, 3 Sat Fernsehen,  30.03.2022

Buchtipp, Witches in Exile

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/buch-tipp-witches-in-exile-100.html

The Gaze March 30. 2022

On: “Terra Incognita” by Hazel Clarke

https://www.thegazemagazine.com/post/when-does-art-meets-science

Die Weltwoche March 3. 2022

On Luka Kurashwili by Michael Bahnerth

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artlog. net Neuheiten!

Basler Zeitung 10. Sept. 2021

von Julia Gisi

siehe pdf
Transkript

An der Bäumleingasse 9 zieht wieder eine Galerie ein

In den Fussstapfen Ernst Beyelers? 


Der Kunsttherapeut Cyril Kazis stellt im hinteren Bereich des Hauses, wo sich einst die Galerie Beyeler befand, einen neuen Kunstraum auf die Beine. Inhaltlich will er dabei aber eine andere Richtung einschlagen als damals der Mitgründer der Art Basel.

Die Bäumleingasse 9 – für Kunstbanausen eine Adresse wie jede andere, für Kunstliebhaber ein bedeutender Ort: Einst hat hier der legendäre Basler Kunstsammler Ernst Beyeler seine Galerie geführt, persönliche Kontakte zu Künstlern wie Picasso oder Giacometti gepflegt und ihre wertvollen Werke gehandelt. Dann, gut ein Jahr nach Beyelers Tod im Jahr 2010, wurde die Galerie geschlossen. Sie machte – im Rahmen einer Zwischennutzung – Büros, Ateliers, Modeshops und auch einer Weinbar Platz. Nun kehrt die Kunst wieder zurück. Zumindest teilweise.


Im Hinterhaus ist neu die Praxis Art Gallery von Cyril Kazis eingezogen. Auch sie ist nur vorübergehend und als Teil der Zwischennutzung präsent. Doch Kazis, ein Grafiker und Kunsttherapeut aus Basel, will in dem geschichtsträchtigen Gebäude, das offiziell der Stadt Basel gehört, einen neuen Ort für die Liebe zur Kunst schaffen, wie er selber sagt. Dabei wird er sich jedoch nicht nur auf bildende Kunst der klassischen Moderne beschränken, wie einst Beyler: «Viel mehr soll es ein Begegnungsort werden, in dem Bilder auch mal mit Musik, Tanz oder Literatur kombiniert werden», sagt der Galerist. 


Vertrag läuft bis Ende 2022     

Er selber hat sich die Räume, die bald zum Ausstellungsort werden, als Kunsttherapeut schon seit drei Jahren mit einem Tai-Chi-Studio geteilt. «Ab August ergab sich die Möglichkeit, alle diese Zimmer alleine zu übernehmen.» Auf unbestimmte Zeit. «Weil es eine Zwischennutzung ist, habe ich erst einmal einen Vertrag bis Ende 2022 unterschrieben», so Kazis. Weil die Stadt die Zwischennutzungsfrist in der Vergangenheit immer wieder verlängert habe, sei es jedoch noch ungewiss, ob dann auch wirklich Schluss sei. «Diese Ungewissheit hat aber auch etwas Abenteuerliches», meint er begeistert.


Doch welche Art von Kunst darf man an der Bäumleingasse 9 denn ab jetzt konkret erwarten? Den Auftakt macht der niederländische Künstler Noah Latif Lamp. Ab dem 16. September ist seine Ausstellung “Killing Time” während vier Wochen zu sehen. Kazis verrät dazu noch nicht allzu viel. Doch soviel ist klar: Lamp will den Besuchern mit seiner Malerei, seinen Skulpturen und Installationen einen emotionalen Spiegel vorhalten. «Diese Reflexion kann auch unangenehm werden, ja provokativ», sagt Kazis.


Nebst diesem Projekt führt das Bieler Kollektiv Lumpen Station vom 16. bis 26. September im ersten Stock des Gebäudes Live-Radiokunstsendungen durch. Ein pop-up store verkauft zudem gelbe Westen in Anlehnung an die gilets jaunes.


Faszination für die Art Brut     

Seine Verbindung zur Kunsttherapie will Kazis in Zukunft auch in die Ausstellungen seiner Galerie einfliessen lassen. In diesem Zusammenhang ist er besonders fasziniert von der «Art Brut», jener Kunst also, die sich jeglicher kultureller oder sozialer Anpassung entzieht. Der Begriff wurde im 20. Jahrhundert von Jean Dubuffet geschaffen. «Meist waren die Artisten Leute, die nur für sich Kunst gemacht und ganz isoliert gelebt haben», so Kazis. «Es waren Aussenseiter, Einzelgänger oder auch Patienten psychiatrischer Kliniken.» Sie wollten gar nie, dass ihre Kunst in einer Ausstellung landet, doch schliesslich endete sie dann doch dort. «Das ist meine Faszination – gerne würde ich mit der Galerie in Zukunft auch in diese Richtung gehen», sagt der Galerist.


Seine Leidenschaft für Dubuffet verbindet ihn mit seinem Vorgänger an der Bäumleingasse 9: Bereits Ernst Beyeler hatte eine enge Beziehung zu dem Künstler. Über 750 seiner Werke wurden im Laufe der Jahrzehnte über die Galerie Beyeler verkauft. Kazis: «Hier an der Bäumleingasse 9 weht der Geist Dubuffets.»


Praxis Art Gallery by Cyril Kazis,
Bäumleingasse 9, Basel.
Opening ceremony and vernissage “Killing Time”
Am 16. Sept um 17.00
www.praxisart.org


Julia Gisi Redaktorin Region
+41 78 628 47 20
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Basler Zeitung,
Aeschenplatz 7,
P.O. Box, 4002 Basel


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