Ein Ganzes teilen – Keramiksammlung Bernd Röter
Ein Nachlass bewahrt, was bleibt
– eine Sammlung, macht sichtbar, was erinnert werden soll.
Weihnachtsverkauf:
Über 160 handgefertigte Keramiken
erstmals präsentiert!
Werke von:
Jan Bontjes van Beek (1899-1969)
Volker Ellwanger (1933)
Dieter Crumbiegel (1938)
Horst Kerstan (1941-2005)
Bernd Röter (1943-2023)
and others
Kuratiert von Cyril Kazis,
Thessy Schoenholzer Nichols
Vernissage
Samstag, 6. Dezember 2025, 16.00 – 19.00
Ausstellung
12, 13. 14. Dezember 2025 13:00 – 18:00
19, 20. 21. Dezember 2025 13:00 – 18:00
Finissage
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 11.00 – 16.00

Die hier versammelten Keramiken stammen aus dem persönlichen Besitz Bernd Röters, geschaffen ab den 60er Jahren bis in die 80er Jahre.
Es sind handgefertigte Unikate, entstanden aus dem alltäglichen Tun in der Töpferwerkstatt in West Berlin und Sögel (Niedersachsen) Seine grosse künstlerische Haltung ist entstanden aus Interesse an der Materie, an den Möglichkeiten des Rohmaterials und vor allem aus Liebe zu Erde, Farbe und Feuer.
Röter gehörte zu jener Generation von Keramikern, die das handwerkliche Können als Grundlage individueller, künstlerischer Ausdrucksformen verstand. Seine Arbeiten wurzeln in der Tradition des Studio-Pottery-Begriffs, der in den Nachkriegsjahrzehnten an Bedeutung gewann: Das Alltägliche wurde neu betrachtet, die Schale oder der Krug zu einem Objekt stiller Konzentration. In einer Zeit des industriellen Aufbruchs setzte Röter auf das Einzigartige – auf die Spur der Hand im Material.


Es sind andere Keramiker vertreten wie u.a. Kerstan, Knaepper, Ellwanger, Crumbiegel.
Diese Ausstellung ist zugleich eine Verwandlung: Die Sammlung öffnet sich aus der Vergangenheit und geht in viele Hände über. Die Stücke werden nicht in einem Depot verbleiben, sondern können erworben werden – bewusst zu Preisen, die es vielen ermöglichen, ein Stück dieses Lebenswerks zu besitzen. So bleibt der Geist der Sammlung weiterhin lebendig: nicht im Besitz eines Kenners seiner Zeit, sondern im geteilten Gebrauch, in der Weitergabe an andere LiebhaberInnen der Materie.
Am Ende bleibt nicht Verlust, sondern Verwandlung: Sie ist Gegenwart, weitergegeben, genutzt und geschätzt.